Aktuelles



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Schweden - Into the wild

mit Dr. phil. Thomas Höffgen

 

Das Forscherpaar Dr. Thomas Höffgen und Nicole Höffgen M. A. begibt sich auf eine naturphilosophische Expedition in einige der letzten Wildnisgebiete Schwedens bzw. Sápmis. Ihre Reise führt zum ältesten Baum der Welt (Old Tjikko) und zum höchsten Wasserfall Schwedens (Njupeskär) sowie in das Land der Sámi, des letzten indigenen Volkes Europas, das für seine schamanisch-animistische Kulturtradition bekannt ist. Sie durchwandern unberührte Biotope und ökologische Schutzgebiete, die per definitionem auch dazu dienen sollen, dem Menschen besondere geistig-seelische Naturerfahrungen zu ermöglichen (u. a. den Fulufjället-Nationalpark, das Rogen-Naturreservat, den Sönfjället-Nationalpark, den Hamra-Nationalpark und die Orsa-Finnmark). Nordische Wald-, Tundra- und Fjäll-Landschaften, weiße Rentiere und die Magie der Mitternachtssonne – musikalisch untermalt von traditionellen lappischen Joiks.


VORTRAG

Die Felszeichnungen von Tanum

Ein religionswissenschaftlicher Weg zu einem wilden Symbolsystem

 

60. Jahrestagung der Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. - Symbolon

Thema der Tagung: "Symbolik von Wegen und Grenzen - Wege und Grenzen der Symbolforschung"

Augustinerkloster zu Erfurt

27. - 29. August 2021

 

Während der Nordischen Bronzezeit (1800 - 500 v. u. Z.) wurden in der Region um Tanum (Schweden) über 10.000 Symbole in Felsplatten eingraviert. Unter ihnen dominieren männliche wie weibliche Figuren, Tiere, Kampf-, Jagd- und Ackerutensilien, im Besonderen aber auch Schiffs- wie Sonnenmotive und kleine, runde Aushöhlungen, die sogenannten "Schalengruben". Die Hermeneutik eines solchen Symbolsystems steht jedoch vor paradigmatischen Grenzen: Das Material ist nur schwer zu deuten und der Interpretationsschlüssel vom heutigen zum damaligen Denken fehlt. Die Felszeichnungen stellen nämlich ein wildes Symbolsystem und ein Produkt magischen Denkens dar. In dem Beitrag soll ein religionswissenschaftlicher Weg präsentiert werden, bei dem die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Felszeichnungen als Kanon, genauer als wilder Symbolkanon gelesen werden. Der kanontheoretische Zugang dient als Schlüssel, um die paradigmatische Grenze zu überwinden, da sich die für einen Kanon typischen narrativen Strukturen und Aspekte insofern als interparadigmatisch erweisen, als dass Tradieren und Formieren von Erzählungen als anthropologische Konstante gelten darf.


PUBLIKATION

Die Sámi

Das Sonnenvolk aus dem Norden

 

In: MYTHO-Blog. Arbeitkreis für Vergleichende Mythologie e. V.

25. Juni 2021

 

Hoch oben im Norden, dort, wo im Winter die Sonne nicht auf- und im Sommer nicht untergeht, leben die Sámi, das letzte indigene Volk Europas. Sápmi heißt ihr Siedlungsgebiet, das sich über Norwegen, Schweden, Finnland bis zur russischen Kola-Halbinsel erstreckt. Sápmis Landschaft ist von vielfältiger und scheinbar unbegrenzter Wildnis geprägt, in der sich die Natur von einer ganz atemberaubenden Seite zeigt: Raue Fjälls, sumpfige Wälder, reißende Flüsse, stürzende Wasserfälle und unzählige Seen bestimmen die nördliche Gegend, die sich in der kalten Jahreshälfte zu einer weißen Winterwelt aus Eis und Schnee verwandelt, unter der alles ruht. Am Himmel hingegen tanzen die Nordlichter, die nach sámischem Volksglauben Erscheinungen der Ahnen sind. [...]


PUBLIKATION

Die "Femme fatale" in der nordischen Mythologie

 

In: MYTHO-Blog. Arbeitkreis für Vergleichende Mythologie e. V.

09. März 2021

 

Die "Femme fatale" ist die "verhängnisvolle Frau", jener schillernde Frauentypus, der die Polarität von Lust und Leid zu vereinen vermag. Sie besticht durch ihre magisch-sinnliche Anziehungskraft, die einem jeden den Verstand rauben kann. Bei ihr wird man zum willenlosen Objekt, denn was oder wen sie begehrt, macht sie sich auch zu eigen. Die Femme fatale jedoch bloß als "Sexsymbol", "Machtweib" oder skrupellose Nymphomanin zu sehen, wäre zu kurz gedacht. [...]


LEHRE

Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Kulturwissenschaften

 

B.A.-Studiengang Kulturwissenschaften mit Fachschwerpunkt Geschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie

Arbeitsstelle für Kulturwissenschaftliche Grundlagen. FernUniversität in Hagen

SoSe 2021

 

Die Wissenschaftstheorie versucht zu klären, was Wissenschaft auszeichnet, wie sie arbeitet, was sie leisten kann und wo ihre Grenzen sind. Auch wenn es schwierig ist, eine spezielle Wissenschaftstheorie der Kulturwissenschaften zu formulieren, so ist es doch unabdingbar, sich als Kulturwissenschaftler*in mit wissenschaftstheoretischen Fragen auseinanderzusetzen, um das eigene und fremde Arbeiten reflektieren zu können. Wir fragen uns daher unter anderem, was Wissenschaftlichkeit auszeichnet, was Natur-, Geistes- und Kulturwissenschaften voneinander unterscheidet, wie sich Wissenschaftsfortschritt und Wissenschaftsgeschichte lesen lässt und was eigentlich Methoden, Theorien und Turns sind. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einblick in wissenschaftstheoretische Grundlagen zu erhalten und diese auf die Kulturwissenschaften anzuwenden, um zu verstehen, was es bedeutet, kulturwissenschaftlich zu arbeiten.


LEHRE

K-Modul: Kulturwissenschaftliche Grundlagen

 

B.A.-Studiengang Kulturwissenschaften mit Fachschwerpunkt Geschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie

Arbeitsstelle für Kulturwissenschaftliche Grundlagen. FernUniversität in Hagen

SoSe 2021

 

Das K-Modul ist ein zentrales Modul im B.A. Kulturwissenschaften der FernUniversität in Hagen. Neben den Basics und Feinheiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens werden wissenschafts- und argumentationstheoretische Grundlagen vermitteln.


WORKSHOP

Communication breakdown

 

Vormittag der Lehre
Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften. FernUniversität in Hagen
25. November 2020

 

"Communication breakdown - it's always the same": Kommunikation scheitert häufig - dies ist auch in der akademischen Wissensvermittlung nicht anders. Geistes- und kulturwissenschaftliches Wissen zu transportieren, ist nicht immer einfach, schließlich soll Wissen nicht abgeladen, sondern in einem diskursiven Austausch kritisch reflektiert werden. Welche Wege führen aus dem 'Communication breakdown'?


LEKTORAT

Lektorin für die "Zeitschrift für junge Religionswissenschaft" (ZjR)

 

"Die Zeitschrift für junge Religionswissenschaft ist ein internationales double-blind peer reviewed Online-Journal von engagierten, jungen ReligionswissenschaftlerInnen. Die ZjR bietet dabei das Forum und die Plattform für heutige und zukünftige WissenschaftlerInnen des Faches und ihre neuen, manchmal unorthodoxen, sicher spannenden und weiterführenden Ideen, Theorien, Methoden und Perspektiven auf das Feld der Religion(en)." [...]


INTERVIEW

Fernlehre auf kurzer Distanz

von Benedikt Reuse

 

FernUniversität in Hagen

29. Oktober 2020

 

"Die Arbeitsstelle 'Kulturwissenschaftliche Grundlagen' hat 2017 den FernUni-Lehrpreis für ihr beliebtes Einstiegsmodul gewonnen. Was ist seither passiert – und wie geht es weiter?" [...]


VIDEO

Schweden - Zwischen Zivilisation und Wildnis

mit Dr. Thomas Höffgen

 

 

Zwei Geisteswissenschaftler brechen auf zu einer fröhlichen Forschungsreise in das Land der Seen, Wälder und Wikinger – Schweden. Dabei begegnen sie nicht nur wilden Tiere, überqueren den limes norrlandicus und erpaddeln unberührte Inseln, sondern treffen auch auf religiöse Felsritzungen der Bronzezeit, erfahren von heidnischen Mythen und Ritualen der Germanen und verstehen, warum die Wikinger mehr als nur Seeräuber waren.